Thema: Fokus und Ablenkung

Wie oft stellst du bei dir fest, dass du dich von Dingen ablenken lässt, die jetzt gerade nicht zum Thema gehören. Beispielsweise in einem Gespräch mit einem anderen Menschen, ob Kollege, Mitarbeiterin, Partner, Kinder … oder du schweifst auch immer wieder von der Aufgabe ab, die du gerade erledigen solltest. Dein Fokus ist in diesem Moment irgendwo unterwegs –  nur nicht bei deinem Gegenüber oder dem gegenwärtigen Thema.

Auch in der einzelnen Übung hast du vielleicht festgestellt, dass immer wieder Gedanken “vorbeikommen” und du abgelenkt bist. Das ist das normale Spiel des Geistes, wird auch “als Monkey-Mind” bezeichnet. Wie ein Affe, der unkontrolliert dauernd auf einem Baum hin- und herspringt. Durch das Trainieren der Übungen kannst du lernen, deinen Geist zu bändigen und zu fokussieren.

 

Achte einmal darauf, welche Formen diese “Ablenkungen”annehmen. Da ist eine plötzliche Müdigkeit oder ein Hungergefühl, da kommt eine unerledigte Aufgabe gedanklich dazwischen oder etwas, dass du vergessen hast … oder der Gedanke “ich verschiebe das auf später”. Bei den Übungen passiert es öfter, dass eine innere Unruhe bzw. Ablehnung der Übung aufkommt.  Es geht hier nicht darum, das loszuwerden oder es als falsch zu beurteilen und zu verdrängen. Es geht um das Annehmen und Erkennen, wie der Geist funktioniert. Was läuft da eigentlich in mir ab? Sei dein eigener Beobachter.

 

Erkenne, was in deinem Kopf abläuft. Neben den Sinneswahrnehmungen umfasst dies auch Wahrnehmungen von inneren Gefühlen und Gedanken; kurzum alles, was wahrgenommen werden kann. Meist schaffen wir es nicht, diese Wahrnehmungen vorurteilsfrei zu betrachten. Wir geben diesen immer eine Bedeutung. Dadurch verlieren wir dann oft den Fokus oder lassen uns ablenken. Zudem besitzt unser Verstand die Fähigkeit, in diesem Wahrnehmungsstrom Muster zu erkennen und Vorhersagen für die Zukunft zu machen. Dazu benötigt (und erschafft er sich) Objekte, Regeln und Naturgesetze sowie Raum und Zeit, in welche er die Ereignisse und Vorhersagen einsortieren kann. Indem wir unseren Fokus auf den “gegenwärtigen Moment” richten, können wir uns dessen bewusst werden und einen Perspektivenwechsel einleiten.

Lenke deinen Fokus auf das, was du jetzt brauchst, was dir jetzt wichtig ist. Ist es das Gespräch mit einem Menschen? Ist es die Aufgabe, an der du gerade sitzt? Ist es das Essen, dass du gerade zu dir nimmst? Sind es deine Emotionen, die du gerade erlebst? …