Schatten Teil 2: Selbstwirksamkeit

 

Ein wichtiger Parameter für die eigene Zufriedenheit und achtsames Führen ist die Selbstwirksamkeit. D.h. sich der eigenen Handlungsmöglichkeiten und deren Wirkung bewusst zu sein. Schatten wollen uns schnell und sicher vor Notlagen schützen. Dazu bedienen sie sich des Unterbewusstseins und starker Emotionen. Auf diese Weise schützen sie uns, allerdings auf Kosten von Einschränkungen unseres Handlungsspielraums und der Klarheit unserer Wahrnehmung. Es sind immer wieder dieselben Themen, die in uns negative Gefühle auslösen.

In der letzten Woche hast du deine Schatten identifiziert. Diese sind natürlich ganz individuell und stark von der eigenen Biografie geprägt. Alles, was in dir (emotional geladene) Abwehrreaktionen erzeugt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit mit deinen Schatten zu tun. Dies umfasst insbesondere auch (ausgesprochene oder unausgesprochenen) Vorwürfe gegenüber uns selbst und anderen Menschen. Dabei handelt es sich um Projektionen und Generalisierungen, die ihren Ursprung in deinen eigenen Schatten haben.

Grundsätzlich begegnen wir unseren Schatten mit Abwehr, Kampf, Flucht, Unterwerfung, Neid, Überheblichkeit oder ähnlichem, da sie emotional für uns nicht akzeptabel und erträglich sind.

Unsere Schatten versuchen jedoch, einen Gewinn für uns zu erreichen. Nehmen wir beispielsweise den Schatten „Du bist faul/Ich bin faul“ kann es sehr wohl ein Hinweis sein, mehr zu relaxen, zu entspannen, sich selbst mehr Ruhe und Gelassenheit zu gönnen. Oder wir nehmen den Schatten „Du bist egoistisch“ kann das auch ein Hinweis sein, dass man mehr an sich selbst denken soll und gut für sich sorgt. Findet für euch selbst heraus, was euer Schatten Positives für euch erreichen möchte.

Jetzt geht es darum dranzubleiben und sich noch weiter mit seinen Schatten und Triggern auseinanderzusetzen. Vielleicht tauchen jetzt aber auch schon wieder die alten Ablenker oder Zweifler auf, die dich daran hindern wollen, weiterzumachen. Falle nicht auf sie rein. Wenn du deine Selbstwirksamkeit steigern möchtest, dann hilft dir die Auseinandersetzung mit deinen Schatten ein großes Stück weiter. In diesem Part lernst du auch einiges darüber, wie gut du dich selbst führen kannst. Wenn du das mit dir nicht schaffst, gelingt es dir auch nur schwer mit andern. Abgesehen davon verstehst du dann andere Menschen besser, wie schwer es manchmal ist, sich zu überwinden. Also, bleib dran!

Die heutige Übung soll dabei unterstützen etwas von den durch Schatten verwehrten Optionen zurückzugewinnen. Dazu setzen wir die aus Kapitel 6 bekannte Technik des Journaling ein.